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Was wurde aus… Anja Tonk?

DORTEX Design-Award – die ehemaligen Preisträger/-innen

Der DORTEX Design-Award geht in diesem Jahr in die 3. Runde. Gerne möchten wir diesen Anlass für einen kleinen Rückblick nutzen. Wie hat sich die kreative Arbeit der letztjährigen Preisträger/-innen durch die Teilnahme am DORTEX Design-Award verändert?

Anja Tonk

Anja Tonk aus Dresden gewann beim DORTEX Design-Award 2015 den 2. Preis in der Kategorie „Textilkunst“ – http://www.dortex-design-award.de/preistraeger2015/.

Was tut Anja heute? Wir haben nachgefragt und Anja hat uns geantwortet…

„Mein Name ist Anja Tonk und ich lebe und arbeite in Dresden.

Unter dem Label The Pearlfactory designe ich Schmuck und Accessoires, zum Beispiel Handtaschen. Ich möchte Schmuckstücke herstellen, die es nur einmal auf dieser Welt gibt und die nicht von der Stange sind. Für Menschen, die es sich wert sind und die Individualität lieben. Mir ist es wichtig, dass meine Schmuckstücke polarisieren. Dass der Betrachter sich damit auseinander setzt und eine eigene Meinung entwickelt.

Oft möchte ich mit meinen Schmuckstücken auch eine Aussage treffen, wie ein Maler es mit seinem Bild tun möchte. Ich möchte mit ihnen Bilder malen. So benutze ich gern auch Materialien, die andere Menschen gar nicht erst als Schmuckteil in Betracht ziehen würden, zum Beispiel Muttern und Schrauben, Knochen, Puppenköpfe, Glasaugen, Äste und Zweige, Steine und Schnecken, Motherboards und vieles mehr. Desweiteren erstelle ich auch Recyclingschmuck aus ausgedienten oder kaputten Schmuck und Uhrenteilen, Kronkorken und Dosen.

Als Haupttechnik für die Schmuckherstellung verwende ich die Bead Embroidery – oder auch Perlenstickerei.Dabei werden Perlen und oben genannte Materialien auf einen Untergrund aus Stoff gestickt. Bei dieser Technik hat die Fantasie so gut wie keine Grenzen und man kann sogar in 3D arbeiten.

Als Gewinner des 2. Platzes des Dortex Design-Awards 2015 in der Kategorie „Textilkunst“ wurde ich bestätigt, dass es sich auszahlt, wenn man seinen Idealen treu bleibt und unbeirrbar seinen Weg geht. Dass es trotz des sehr speziellen Designs doch Menschen gibt, die Kunst zu schätzen wissen. Mit dem Award hat sich – außer einer Portion Selbstbewusstsein – erst einmal nichts an meiner Arbeit geändert. Aber das war für mich auch keine Voraussetzung für die Teilnahme. Ich wollte nur wissen: Kann ich bestehen zwischen all den Profis in der Textil- und Schneiderkunst? Bin ich so weit, dass ich an eine breite Öffentlichkeit gehen kann mit meinen Designs?

Da die Kaufmentalität der Menschen durch die Medien leider immer stärker in eine Ecke gelenkt wird, die es für Künstler fast unmöglich macht, von ihren Arbeiten zu leben, war diese Bestätigung sehr wichtig für mich.

Immer wieder erkläre ich den Interessierten gern den Unterschied zwischen einem billig in Masse und am Fließband produzierten Werkstück und einer Arbeit, die von einer Idee, über eine Skizze, weiter über das penible Aussuchen der Materialien und das aufwendige Anfertigen von Hand Charakter und Wert bekommt. In jedem einzelnen meiner Schmuckstücke stecken mehrere Tage bis Wochen an Arbeit, was man von den Angeboten bekannter Handelsketten nicht sagen kann.

Für Kreative wie mich sind Möglichkeiten wie der Dortex Design-Award eine wichtige Plattform, um Motivation nachzutanken.

Vielen Dank, dass ich 2015 dabei sein durfte :-)“

 

Danke, Anja!

Webshop: www.pearlfactory.de
Blog-Schmuck: www.pearlfactory.blogspot.com
Blog-Literatur: www.murielleland.blogspot.com

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