Best of Textilkunst 2016

Lederjackentasche „bruun“ – Frauke G., Rhauderfehn

Lederjackentasche __bruun__bLederjackentasche „bruun“ (auf hochdeutsch „braun“)

Idee: Viele Lederjacken sind, aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr tragbar und werden dann in den Schrank verbannt. Im ungünstigsten Fall landen sie in die Altkeidersammlung, wo sie dann z.B. zu Untersetzern oder Schreibtischunterlagen verarbeitet werden. Ich gebe diesen Jacken eine neue Chance, indem ich aus ihnen ganz besondere Taschen fertige. Das meist superweiche Leder und die schönen Farben bieten sich einfach dazu an.

Bei dieser braunen Tasche bildet eine braune Herrenlederjacke die Grundlage. Sie wurde von mir auseinander geschnitten und nach eigenem Entwurf zu einer lässigen Umhängetache umgenäht. Auf einem Teil wurde von mir zuvor durch das Weichmachen des Leders im nassen Zustand Spielzeughandschellen in das Leder geprägt. Nach dem Trocknen wurde die entstandene Form mit Silikon gefüllt. Dadurch ist ein dauerhafter dreidimensionaler Abdruck entstanden, die der Tasche das gewisse Etwas geben und zum Hingucker machen.
Alle Lederteile wurden mit reiߟfester Vlieseinlage verstärkt und auf das Innenfutter genähtes Polstervlies gibt der Tasche Stand. Die Trageriemen sind durch einfaches Verknoten individuell verstellbar und auch abknöpfbar.

Meinen Arbeiten habe ich plattdeutsche Namen gegeben, da sie in Ostfriesland entstanden sind, und die verwendeten Lederjacken meist auch aus Ostfriesland kommen und dort „gelebt“ haben.


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Ein Kommentar zu “Lederjackentasche „bruun“ – Frauke G., Rhauderfehn

  1. C. Kreftng

    Die Idee mit den Handschellen finde ich super. Frauke G. hat einer alten Lederjacke ein „neues“ Leben gegeben. So gefällt mir Recycling.

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