Best of Stricken & Häkeln 2017

Spielzeug „Origami“ – Anette D., Kaub

Spielzeug 1 Titelbild (Copy) Spielzeug „Origami“
Origami, die Kunst des Papierfaltens, fasziniert mich schon von Kindesbeinen an. Angefangen hat es damit, dass meine Patentante mir ein wunderschönes Buch (siehe Fotos) mit den Grundanleitungen schenkte. Leider sind die Papierobjekte, obwohl sie wie Spielzeug wirken, so gar nicht geeignet für kleine Kinderhände. Denn Geschicklichkeit und Behutsamkeit sind Fertigkeiten, die wir Menschen erst lernen und üben müssen. Origami-Schönheit auch für Anfänger in Sachen Körperkontrolle zugänglich und begreifbar zu machen, das war mein Bestreben.
Deshalb kam ich auf die Idee, Origami-Figuren aus gehäkelten Quadraten herzustellen, indem ich die Falze entsprechend abnähe. Die so entstanden Gebilde bleiben, auch wenn sie von kleinen Kindern bespielt werden, heil. Sie können problemlos in der Maschine gewaschen und anschließend wieder in ihre Form gezogen werden, sind stabil und unempfindlich. Gerade die Kleinen, die ihre Welt erst noch be-greifen und er-tasten lernen müssen, lieben in der Regel griffige Stoffe. Gefahrlos können die textilen Origami-Figuren auch in den Mund genommen werden. Naheliegend erscheint es vielleicht, Origami aus Papierbändern herzustellen, aber erstens sind diese zu grob und ungleichmäßig, um die Ästhetik von Papierbögen nachzuahmen, und zweitens wären die papiernen Gebilde wieder nur bedingt geeignet, grobmotorisch bespielt zu werden. Zunächst hatte ich versucht, Papierflieger aus textilen Materialen nachzubauen, aber ich musste relativ schnell erkennen, dass sich ihr Flugverhalten von dem ihrer papierenen Prototypen erheblich unterscheidet. Trotzdem halte ich an dem Projekt fest. Allerdings hat es voraussichtlich erst nach der Auffrischung meiner Physik-Grundkenntnisse, nach vielen Experimenten und Berechnungen die Chance, erfolgreich zu sein und braucht entsprechend noch Zeit. Bis dahin gibt es noch viele Origami-Gebilde in der textilen Version auszukundschaften und auszuprobieren, besonders freue ich mich auf den legendären Kranich.
Die Formen „Himmel und Hölle“, „Tragekörbchen“ und „Frosch“ habe ich ausgewählt, weil alle drei Gebilde einen hohen Bekanntheitsgrad haben, wahrscheinlich viele Leute diese ohne Anleitungen mit Papier nachfalten könnten und somit die Struktur des Textilspielzeugs leicht nachzuvollziehen ist.

 Weitere Einsendungen:

Statement-Bänder – Anette D., Kaub

Schranktüren – Anette D., Kaub

Lampenschirm – Anette D., Kaub

Kapuzencape – Anette D., Kaub

Hut – Anette D., Kaub

  Mag ich (Herz anklicken)