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Mäusetuch „Ratoncito Pérez“ – Renate S., Hamburg

Teilnahme-Mäusetuch-Renate-Siebke-1Die Idee für das Tuch kam mir, als ich ein Katzentuch entworfen habe. In die Bordüre habe ich 3 Mäuse eingearbeitet, viel zu schade für nur ein Tuch!
Die Entwicklung der Mäuse erfolgte ganz intuitiv; begonnen habe ich am Schwanz mit verschränkten Maschen auf linksmaschigem Grund, Zunahmen für den Körper und später wieder Abnahmen, Perlen für Augen und Nase und schon war „Ratoncito Pérez“ geboren, ein Tuch nur für „kleine Mäuse“, so dachte ich. Doch dann stellte sich heraus, dass fast nur Erwachsene an dem Design Interesse hatten! Den Namen Ratoncito Pérez hatte mir übrigens mein Mann vorgeschlagen, er ist Spanier und kannte die „Zahnfee“ aus seiner Kindheit als kleine Maus, die die Zähne nachts holt und dafür eine Kleinigkeit bei dem Kind hinterlässt, eben Ratoncito Pérez.
Als kleinen Gag beginnt und endet die Bordüre jeweils mit einer zu einem großen Teil „ausgestopften“ Maus, gleichzeitig aufgrund des mehr an Gewicht für den Sitz des Tuches vorteilhaft.
Der Hauptteil des Tuches ist ein Halb- bis Dreiviertelkreis, je nach gewählter Anzahl Mäuse. Ich habe eine Variante in Gelb mit 10 Mäusen und eine in Grau mit 15 Mäusen gearbeitet. Zum Einsatz kam Sockengarn, für die Bordüre in einfarbig bzw. leicht meliert, ich konnte für den Hauptteil auch gut einige Reste verbrauchen.

Ergänzt und in Position gehalten werden die Tücher mit einer Anstecknadel, auf die eine Maus genäht wird.

Bereits  seit frühester Kindheit stricke ich, habe mir seinerzeit vieles selbst beigebracht. Als meine Kinder klein waren, habe ich zahlreiche handgearbeitete Kleidung für die Kinder angefertigt. Das Stricken hat mich dabei immer begleitet, weniger Häkel, aber auch genäht habe ich das eine oder andere.
Seit meiner „Entdeckung“ des Internets und dort insbesondere von Ravelry im Jahre 2009 habe ich große Fortschritte gemacht, vielfach als Testerin für andere Designerinnen Anleitungen testgestrickt. Mitte 2014 hatte ich dann die Idee, warum nur für andere Anleitungen überprüfen, warum nicht selbst etwas schaffen. Von hier war es dann noch ein weiter Weg, ich wollte ja nicht entwerfen um des Entwerfens willen! Doch schon nach einigen Wochen hatte ich Eindrücke gesammelt und wurden Wünsche von Freunden an mich herangetragen. Zu diesem Zeitpunkt habe ich dann erst so richtig gemerkt, wie langwierig und oftmals vergeblich sich der Weg von der Idee zum fertigen Design gestalten kann. Trotz aller Widrigkeiten habe ich aber nicht locker gelassen und kurz vor Weihnachten 2014 war es dann soweit, das erste Tuch, mit Katzenmotiv, wurde von mehreren Leuten nachgestrickt, ein erhebendes Gefühl, wenn das, was man sich da ausgedacht hat, von anderen nachgearbeitet werden kann und sogar so aussieht, wie man es gedacht hat!
Da ich das Ganze neben dem Beruf als Hobby betreibe, schaffe ich natürlich nur einige wenige Anleitungen im Jahr, bisher insgesamt 7, bei 6 handelt es sich um Tücher, wovon wiederum 3 Tiere zum Thema haben, Katze, Maus und Fische. Ein schon vor langer Zeit angefangenes Tuch mit Dackeln harrt darauf, endlich einmal fertig gestellt zu werden.
Es steht mir übrigens nur ein ganz normaler PC mit Standardsoftware für die Erstellung der Texte und Strickschriften zur Verfügung. Außerdem hat die von mir verwendete kostenlose Software zur Generierung der Strickschriften so ihre Einschränkungen. Vielleicht werde ich das Strick-Design nach Eintritt in den Un-Ruhestand weiter ausbauen können; dann werde ich mir auch eine professionellere Software gönnen sowie meine Anleitungen einem Tech-Editor zur Überarbeitung vorlegen. Doch momentan ist es mein – ausuferndes – Hobby, das mir viel Freude macht und mit dem ich, so glaube ich, auch anderen eine Freude machen kann. Jedenfalls beobachte ich auf der Fahrt mit der U-Bahn oder auch bei anderen Gelegenheiten häufig, dass Kinder mir auf die Mäuse gucken, wenn ich das Tuch trage. Sie stupsen dann ihre Eltern an und ich sehe das Lächeln auf den Gesichtern von Jung und Alt, viele sprechen mich auch an oder ich spreche sie an, so kommen wir ins Gespräch; das macht mir besonders viel Freude!
Meine 3 Bewerbungen für den Wettbewerb habe ich als PDF angehängt. Sollten Sie diese in einem anderen Format oder einzelne Bilder separat wünschen, teilen Sie mir dieses gerne mit, ich schicke sie dann sofort hinterher. Auch das Teilnahmeformular habe ich unterschrieben und eingescannt. Nun heißt es für mich, gespannt und geduldig abzuwarten, ob Ihnen meine Ideen und deren Umsetzung zusagen.

 

Weitere Einsendungen:

Lacetuch „Curaçao“ –  Renate S., Hamburg

Fischtuch „Caitlin Crescent“ –  Renate S., Hamburg

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