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Lacetuch „Curaçao“ – Renate S., Hamburg

Teilnahme Lacetuch Renate Siebke-3-vorDie Idee für das Tuch kam mir, nachdem meine Tochter im Sommer 2016 in die Karibik gezogen ist. Gerne möchte ich sie dort besuchen und bei der Gelegenheit auch den „ABC-Inseln“ Aruba, Bonaire und Curaçao einen Besuch abstatten. Bei diesen Inseln beeindruckt mich insbesondere die Farbenpracht der Natur und die Lebensfreude der Menschen. Da kam es mir ganz gelegen, dass ich vor einigen Jahren mit Ostereierfarben einen 222 gr. schweren Strang Lace-Garn gefärbt hatte, für den ich immer noch auf der Suche nach einem geeigneten Projekt war.
So habe ich im November 2016 angefangen, immer auch die Form der Insel vor Augen, ein langgestrecktes Rechteck mit abgerundeten Enden zu stricken. Hier sollte das Garn mit seinen leuchtenden Farben die Regie übernehmen, der Strickvorgang aber nicht langweilig sein. Also habe ich ein dezentes Muster gewählt, in dem ich auch die Zunahmen für die Rundungen „verstecken“ konnte. Rundherum habe ich elastisch und mit Picots abgekettet, sozusagen kleine Buchten an der Küste der Insel. Vor nur wenigen Tagen ist das Mamutprojekt fertig geworden. Mit dem optischen Ergebnis und den stolzen Abmessungen von 2,02 m x 71 cm bin ich vollauf zufrieden, die Tragevarianten bei einer solchen Stola sind mannigfaltig. Von dem Garn ist nichts übrig geblieben, ich musste sogar noch 0,50 m „anflicken“, die ich zum Glück aus einem anderen Färbevorgang zur Verfügung hatte, die minimale Farbabweichung fällt nicht auf!
Heute werde ich die nächste Insel in Angriff nehmen, „Bonaire“ soll sichelförmig, werden, grob der Form der Insel folgend, wie ich es auch bei der Formgebung für Curaçao gehalten habe, Palmen stellen dort dann das Hauptmotiv.


Bereits  seit frühester Kindheit stricke ich, habe mir seinerzeit vieles selbst beigebracht. Als meine Kinder klein waren, habe ich zahlreiche handgearbeitete Kleidung für die Kinder angefertigt. Das Stricken hat mich dabei immer begleitet, weniger Häkel, aber auch genäht habe ich das eine oder andere.
Seit meiner „Entdeckung“ des Internets und dort insbesondere von Ravelry im Jahre 2009 habe ich große Fortschritte gemacht, vielfach als Testerin für andere Designerinnen Anleitungen testgestrickt. Mitte 2014 hatte ich dann die Idee, warum nur für andere Anleitungen überprüfen, warum nicht selbst etwas schaffen. Von hier war es dann noch ein weiter Weg, ich wollte ja nicht entwerfen um des Entwerfens willen! Doch schon nach einigen Wochen hatte ich Eindrücke gesammelt und wurden Wünsche von Freunden an mich herangetragen. Zu diesem Zeitpunkt habe ich dann erst so richtig gemerkt, wie langwierig und oftmals vergeblich sich der Weg von der Idee zum fertigen Design gestalten kann. Trotz aller Widrigkeiten habe ich aber nicht locker gelassen und kurz vor Weihnachten 2014 war es dann soweit, das erste Tuch, mit Katzenmotiv, wurde von mehreren Leuten nachgestrickt, ein erhebendes Gefühl, wenn das, was man sich da ausgedacht hat, von anderen nachgearbeitet werden kann und sogar so aussieht, wie man es gedacht hat!
Da ich das Ganze neben dem Beruf als Hobby betreibe, schaffe ich natürlich nur einige wenige Anleitungen im Jahr, bisher insgesamt 7, bei 6 handelt es sich um Tücher, wovon wiederum 3 Tiere zum Thema haben, Katze, Maus und Fische. Ein schon vor langer Zeit angefangenes Tuch mit Dackeln harrt darauf, endlich einmal fertig gestellt zu werden.
Es steht mir übrigens nur ein ganz normaler PC mit Standardsoftware für die Erstellung der Texte und Strickschriften zur Verfügung. Außerdem hat die von mir verwendete kostenlose Software zur Generierung der Strickschriften so ihre Einschränkungen. Vielleicht werde ich das Strick-Design nach Eintritt in den Un-Ruhestand weiter ausbauen können; dann werde ich mir auch eine professionellere Software gönnen sowie meine Anleitungen einem Tech-Editor zur Überarbeitung vorlegen. Doch momentan ist es mein – ausuferndes – Hobby, das mir viel Freude macht und mit dem ich, so glaube ich, auch anderen eine Freude machen kann. Jedenfalls beobachte ich auf der Fahrt mit der U-Bahn oder auch bei anderen Gelegenheiten häufig, dass Kinder mir auf die Mäuse gucken, wenn ich das Tuch trage. Sie stupsen dann ihre Eltern an und ich sehe das Lächeln auf den Gesichtern von Jung und Alt, viele sprechen mich auch an oder ich spreche sie an, so kommen wir ins Gespräch; das macht mir besonders viel Freude!
Meine 3 Bewerbungen für den Wettbewerb habe ich als PDF angehängt. Sollten Sie diese in einem anderen Format oder einzelne Bilder separat wünschen, teilen Sie mir dieses gerne mit, ich schicke sie dann sofort hinterher. Auch das Teilnahmeformular habe ich unterschrieben und eingescannt. Nun heißt es für mich, gespannt und geduldig abzuwarten, ob Ihnen meine Ideen und deren Umsetzung zusagen.

 

Weitere Einsendungen:

Fischtuch „Caitlin Crescent“ –  Renate S., Hamburg

Mäusetuch „Ratoncito Pérez“ – Renate S., Hamburg

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