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Fischtuch „Caitlin Crescent“ – Renate S., Hamburg

Teilnahme Fischtuch Renate Siebke-4-vorDie Idee für das Tuch kam mir, nachdem ich mein Mäusetuch entwickelt hatte und weil ich ein großer Fan der Serie Navy CIS bin! In einer Folge füttert Agent diNozzo seinen Goldfisch, dem er in Erinnerung an seine Kollegin Caitlin Todd den Namen Kate gegeben hat.
Die Entwicklung der Fische erfolgte ganz intuitiv; begonnen habe ich am Schwanz mit vielen Umschlägen, Zunahmen für den Körper bei gleichzeitiger Maschenabnahme im Hintergrund und später wieder Abnahmen im Körper. Mit jedem Fisch, den ich gestrickt habe, habe ich die Form verbessert, so dass – wie in der Natur auch – jeder Fisch anders ist. So war „Caitlin Crescent“ geboren, ein Tuch mit luftiger Kante. Als kleiner Gag beginnt die Bordüre mit einem zu einem großen Teil „herausragenden“ Schwanz und endet mit einem ausgestopften Fischkörper. Die dreidimensionale Strickweise im Bereich von Rücken- und Bauchflosse wirkt kompliziert, ist jedoch ganz einfach, da jedes Teil für sich gearbeitet wird, jedoch ohne den Faden abzuschneiden. Gleichzeitig ist dieses aufgrund des mehr an Gewicht beim Kopf für den Sitz des Tuches vorteilhaft.
Der Hauptteil des Tuches mit von den Mäulern der Fische aufsteigenden Luftblasen ist ein Halb- bis Dreiviertelkreis, je nach gewählter Anzahl an Fischen. Ich habe eine Variante in Grün-Bunt mit 11 Fischen und eine in Orange-Blau mit 15 Fischen gearbeitet. Zum Einsatz kam Sockengarn, für das kleinere Tuch als Baumwollsockengarn. Ich konnte bei beiden Tüchern für den Hauptteil auch gut einige Reste verbrauchen, was den Eindruck von Wasser noch verstärkt.

 
Bereits  seit frühester Kindheit stricke ich, habe mir seinerzeit vieles selbst beigebracht. Als meine Kinder klein waren, habe ich zahlreiche handgearbeitete Kleidung für die Kinder angefertigt. Das Stricken hat mich dabei immer begleitet, weniger Häkel, aber auch genäht habe ich das eine oder andere.
Seit meiner „Entdeckung“ des Internets und dort insbesondere von Ravelry im Jahre 2009 habe ich große Fortschritte gemacht, vielfach als Testerin für andere Designerinnen Anleitungen testgestrickt. Mitte 2014 hatte ich dann die Idee, warum nur für andere Anleitungen überprüfen, warum nicht selbst etwas schaffen. Von hier war es dann noch ein weiter Weg, ich wollte ja nicht entwerfen um des Entwerfens willen! Doch schon nach einigen Wochen hatte ich Eindrücke gesammelt und wurden Wünsche von Freunden an mich herangetragen. Zu diesem Zeitpunkt habe ich dann erst so richtig gemerkt, wie langwierig und oftmals vergeblich sich der Weg von der Idee zum fertigen Design gestalten kann. Trotz aller Widrigkeiten habe ich aber nicht locker gelassen und kurz vor Weihnachten 2014 war es dann soweit, das erste Tuch, mit Katzenmotiv, wurde von mehreren Leuten nachgestrickt, ein erhebendes Gefühl, wenn das, was man sich da ausgedacht hat, von anderen nachgearbeitet werden kann und sogar so aussieht, wie man es gedacht hat!
Da ich das Ganze neben dem Beruf als Hobby betreibe, schaffe ich natürlich nur einige wenige Anleitungen im Jahr, bisher insgesamt 7, bei 6 handelt es sich um Tücher, wovon wiederum 3 Tiere zum Thema haben, Katze, Maus und Fische. Ein schon vor langer Zeit angefangenes Tuch mit Dackeln harrt darauf, endlich einmal fertig gestellt zu werden.
Es steht mir übrigens nur ein ganz normaler PC mit Standardsoftware für die Erstellung der Texte und Strickschriften zur Verfügung. Außerdem hat die von mir verwendete kostenlose Software zur Generierung der Strickschriften so ihre Einschränkungen. Vielleicht werde ich das Strick-Design nach Eintritt in den Un-Ruhestand weiter ausbauen können; dann werde ich mir auch eine professionellere Software gönnen sowie meine Anleitungen einem Tech-Editor zur Überarbeitung vorlegen. Doch momentan ist es mein – ausuferndes – Hobby, das mir viel Freude macht und mit dem ich, so glaube ich, auch anderen eine Freude machen kann. Jedenfalls beobachte ich auf der Fahrt mit der U-Bahn oder auch bei anderen Gelegenheiten häufig, dass Kinder mir auf die Mäuse gucken, wenn ich das Tuch trage. Sie stupsen dann ihre Eltern an und ich sehe das Lächeln auf den Gesichtern von Jung und Alt, viele sprechen mich auch an oder ich spreche sie an, so kommen wir ins Gespräch; das macht mir besonders viel Freude!
Meine 3 Bewerbungen für den Wettbewerb habe ich als PDF angehängt. Sollten Sie diese in einem anderen Format oder einzelne Bilder separat wünschen, teilen Sie mir dieses gerne mit, ich schicke sie dann sofort hinterher. Auch das Teilnahmeformular habe ich unterschrieben und eingescannt. Nun heißt es für mich, gespannt und geduldig abzuwarten, ob Ihnen meine Ideen und deren Umsetzung zusagen.

Weitere Einsendungen:

Lacetuch „Curaçao“ –  Renate S., Hamburg

Mäusetuch „Ratoncito Pérez“ – Renate S., Hamburg

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