Best of Nähen & Schneidern 2018, Endrunde 2018

Metamorphose – Max K., Radebeul

Metamorphose 1 (Copy)Impressionen zum Kleid „Metamorphose“

 Der Designer

Ich bin Max, 19 Jahre alt und seit meinem 13. Lebensjahr von allem, was mit Nadel und Faden zu tun hat, begeistert. Das Nähen habe ich mir autodidaktisch beigebracht. Durch das Entwerfen von Kleidern teile ich meine Wahrnehmung der Welt mit anderen Menschen. Die Fertigung empfinde ich als etwas sehr Persönliches, da ich Ruhe brauche, um das Kleid in angestrebter Qualität zu realisieren. Liebe zum Detail ist meine Maxime, weil jede Feinheit von Hingabe, Zuversicht, Verzweiflung oder Zufriedenheit zeugt. Da sich diese Gefühle vor allem bei sehr zeitaufwändigen Kleidern stark wandeln können, nannte ich dieses Kleid – „Metamorphose“.

Die Inspiration

Ephesus´ Zitat „Die schönste Harmonie entsteht durch Zusammenbringen der Gegensätze“ war der Denkanstoß für die Gala-Robe. Ich legte den Fokus auf Gegensätze aus der Mode: Femininität – Maskulinität, Rock –  Hose und Dior – Chanel. Letztere, zwei legendäre Designer, sind bekannt für ihr gleichermaßen einflussreiches Schaffen – und zugleich doch so verschieden.

 Das Konzept

Um diese Gegensätze in einem harmonischen Kleid zu verbinden, nähte ich eine Schleppe aus zehn Metern italienischen Seidenchiffons in die Seitennaht einer Satinhose ein: Eine Vermählung weiblicher und männlicher Designelemente. Die Hose repräsentiert den Stil Chanels und steht durch ausgewählt leichte, teils elastische Stoffe für einen hohen Tragekomfort. Die Schleppe soll den einzigartigen Stil Diors symbolisieren.

 Die Farbwahl

Für einen spannenden Kalt-Warm-Kontrast bei einem Red-Carpet-Auftritt sorgen die petrolfarbenen Höhepunkte: Oberteil und Rock. Sie werden durch Schwarz intensiviert, das Würde, Seriosität und Ansehen repräsentiert und besonders klassisch und feierlich wirkt.

Die Fertigung

Für die Maßanfertigung ermöglichten aufwändige Berechnungen der Schleppenfaltung die vollkommene Kreisform des Saums. So entstand ein Formkontrast zu dem spitzen V-Ausschnitt. Nachdem eine gute Freundin den Prototypen anprobierte, konnte ich die 46 Stoffteile zuschneiden und vernähen. Den Chiffon verarbeitete ich mit Französischen Nähten, um auch beim Versäubern meinem Fertigungsanspruch gerecht zu werden.

6 gefällt das (ohne Wettbewerbsrelevanz)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.