Best of Kostümdesign 2018, Endrunde 2018

Der Narr – Nils B., Berlin

nils blumreiter 01 (Copy)Eine Maske ist nicht nur eine „Rolle“ sondern ein eigenständiger Charakter. Dieser Charakter ist aber nicht bloße Oberfläche sondern Ausdruck einer Emotion im Inneren. Auch wenn die Maske eine „Außenwirkung“ hat, so ist sie keine Grenze, sondern Verbunden mit dem inneren und der Emotion des Trägers. Hinter der Maske(Make-up/Bodypainting/Kostüm) gibt es einen unendlichen Raum. Nur wer sich dieser Maske(Character/kostüm/ect.) als betrachter „stellt“ überwindet die Grenze und entdeckt den Raum dahinter.Der Ansatz meiner Skulpturen ist die Entschleunigung des Arbeitsprozesses als Gegenbewegung zum „modernen“ Alltag. Die Entschleunigung wird durch die Verbannung von Maschinen aus dem kreativen Prozess und die Reduktion auf die traditionellen Handwerkzeuge gewährleistet. Jeder Stich ist von Hand getan und die aufwändigen Stücke benötigen tausende Stiche, was mich aber in die Lage versetzt äußerst komplexe Strukturen mit meinem Hauptmaterial Leder zu schaffen, wie es noch Niemand versucht hat. Außerdem versetzt es mich in die Lage mit lediglich einem kleinen Werkzeugbeutel ortsungebunden zu arbeiten, so wird jeder Ort und jedes Reiseziel zu meinem Atelier, wo ich die Eindrücke und Empfindungen direkt und ungefiltert in meine Werke fließen lassen kann.

Die Idee zum Narren kam mir bei einer Japan Reise, bei der ich Samurai- und Kabuki Masken betrachtete. Diese Eindrücke vermischten sich mit venezianischem Stil und führten zur eher düsteren Darstellung des sonst so „freudigen“ Narren. Die Maske als solches besteht aus 4 Einzelteilen, die auch jeweils separat getragen werden können: Kappe/Kragen/Halbgesichtsmaske/Vollgesichtsmaske

Materialien: Leder, Messing, Stahl, Tigerauge, Polyesterfaden

Methode: Handnähen mit Ahle und Nadel, Nassformen des Leders, Recken des Leders


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