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Kleid – Eva B., Dietikon/Schweiz

 

Dortex_Eva Buenter_2_6 (Copy)Meine Inspiration

Mit neun Jahren habe ich mir das Nähen auf einer alten Bernina-Maschine meiner Mutter selbst beigebracht. Zu Beginn produzierte ich vor allem Barbie-Mode, später Kleider in Lebensgrösse. Meine grösste Faszination sind Abendroben mit Berührungspunkten zur Kostümwelt: Elegant und extravagant, etwas übertrieben und mit einem überraschendem Element. Ich versuche Kleider zu entwerfen, bei welchen man auch auf den zweiten Blick noch etwas Neues entdeckt.

Zum Kleid

Dieses schwarze Ballkleid besteht aus 30 Meter Tüll sowie geschätzten 2000+ Pailletten und kleinen, schwarzen Glasperlen. Diese sind in einem unregelmässigen Rauten-Muster angeordnet. Im Bustier-Bereich verengt sich das Musterintervall und lockert sich in Richtung Rock. Der zweilagige Tellerrock besteht aus bis zu acht Lagen Tüll. Trotz den Massen an verarbeitetem Stoff und Verzierungen bleibt die Robe leicht und teilweise durchsichtig. Das Oberteil ist asymmetrisch geschnitten und am Kragen der linken Schulter sind Glasperlen in unterschiedlichen Grautönen und Grössen angenäht, die sich mit den anderen Stickarbeiten verbinden. Das semi-transparente Futter besteht aus Chiffon und wurde von Hand eingenäht.

Die Hindernisse

Tüll ist nur beschränkt elastisch und kann trotz der Leichtigkeit des Materials schnell „sperrig“ wirken. Besonders der Schnitt des Oberteils bereitete mir einiges an Kopfzerbrechen. Zurechtschneiden. Nähen. Anpassen. Realisieren, dass es doch nicht passen. Fluchen. Nochmals von Vorne anfangen. Mehrmals. Was nicht passt, wird passend gemacht. In diesem Fall: Sass die Tüll-Konstruktion nach dem x-ten Versuch nicht millimetergenau, konnte ich durch das Annähen der Paletten die Passform leicht korrigieren. Nähen ist auch ein Geduldstraining. Und für mich als Hobby-Designerin auch eine Art Wellness.

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Ein Kommentar zu “Kleid – Eva B., Dietikon/Schweiz

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